Winkeldorf

Geschichtlicher Abriß des Ortes Winkeldorf

Unser Dorf liegt im Kreis Habelschwerdt in der Grafschft Glatz in Niederschlesien. Es liegt am Winkelberg, von dem wahrscheinlich auch der Ortsname abgeleitet wurde. Heute gehört das Dorf zu dem berühmten Kurort Bad Landeck und liegt in Polen; sein Name lautet heute Katy Bystrzyckie.

     1347 vermutlich erste urkundliche Erwähnung -damals Winclersdorf

               (Mannrechtsverhandlungen von 1346- 1390)

      1364 Winckerdorf, 1397 Wynklerdorff, 1527 Wynnkelsdorf, 1534 Wynckelldorff

      1571  Winckhdorffund Winkterdorf

      1384  Pfarrkirche; später Filiale der Pfarrei Grund (=Schreckendorf)

      1524  wurde in Winkeldorfein Bergmeister und vier Berggeschworene eingesetzt

      1527  werden die Privilegien der Bergwerke von Wynkelsdorff und Sydenberg bestätigt

      1653  Erwähnung in der Steuer Rolla als Kgl. Kammerdorf

      1679  als Filialkiche nach Landeck umgepfarrt

      1684  erkauft Sigmund Hoffmann, Oberregent von Glatz und kaiserlicher Rat, den Ort

      1692  am 01.12. war Andreas Langer der erste Täufling in der Ney Eingerichten

                 Stattkirch in Landegg

      1693  am 08.09. ist in der Parrkirche Landeck während des Hochamtes der Chor

                 eingefallen. Dabei wurden fünf Winkeldorfer tödlich verletzt.

                 Dies waren:

                           Förster, Melchior sen   74 Jahre
                     Förster, Melchior jun.  29 Jahre
                     Langer, Simon   33 Jahre
     
                Schmid, Adam   38 Jahre
                     Tinge, Johannes   20 Jahre

            1736  wurde Winkeldorf an die Kämmerei der Stadt Landeck verkauft

            1679 - 1771 ansässige Erb- und Freirichter:

                                       Hauck Mactin + 1699

                                        Mentzel Joann Heinrich + 1701

                                        Krause Heinrich + 1705

                                        Stöhr Georg + 1745

                                        Mentzel Johann Joseph + 1755

                                        Mentzel Regina (Witwe) bis 1757 verwaltet

                                        Kriesten Johann Heinrich ab 1757

Die Einwohnerzahl Winkeldorfs pendelte sich im Laufe der Zeit auf über 200 ein. 1905 hatte der Ort etwas über 600 ha, 43 Häuser und 248 Einwohner; diese waren überwiegend katholisch.

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Die Kirche St. Katharina

Die folgenden Bilder sollen zeigen, wie verwahrlost die Kirche und der Friedhof im Jahr 2000 noch war.

 

 o.l.:
Die Friedhofsmauer war zum Teil eingefallen. Sie wurde wieder erneuert.

 o.r.:
Oft wurde der Putz notdürftig ausgebessert.

 u.l.:
Die Leichenhalle, war zur Ruine verkommen.
Sie soll als Gebetsstätte neu errichet werden.

 u.l.:
Seiteneingang zur Kirche. An der Wand kann
man noch gut erkennen, daß die Tür durch
einen Holzvorbau geschützt war. Hier wartete man z.B. mit dem Täufling.

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 oben: Die von der Feuchtigkeit vermoderten Kirchenbänke, wurden zum Teil renoviert.
 unten: Die Bilder des Kreuzwegs sind auf Blech gemalt,  welches immer mehr verrostet.

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Heute strahlt St. Katharina wieder mit neuem Putz.

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Oben:
Der Zustand der Orgel ist grausam. Vielleicht findet sich noch ein Spender, der uns bei der Restaurierung unterstützt.

Unten:
Schrank in der Skristei. Auch noch aus alten Zeiten.

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 o.l:

Blick vom oberen Eingang. Das Tor
war dem Verfall nah

die anderen Bilder:

Rings um die Kirche war der Putz
großflächig abgefallen